Archiv der Kategorie ‘In der Praxis‘

 
 

SharePoint-Entwickler

03. Juni 2008 • Kategorie: Administration, Datenbank, In der Praxis, Programming • Kommentare: 3

Scheinbar sind SharePoint-Entwickler immer gefragtere Leute. Wer Erfahrung hat in diesem Bereich muss dies nur in seinem XING-Profil erwähnen und kriegt dann wöchentlich Anrufe von verschiedenen Personalvermittlungsbüros - mit lukrativen Jobangeboten.

Grobe Liste von Anforderungen an einen solchen Job:

  • Programmiererfahrung in C# (oder allenfalls VB.NET)
  • Orientobjektiertheit
  • XML, XSLT
  • HTML, CSS
  • Fit in Visual Studio
  • Die Fähigkeit, Informationen im Internet zu finden

Wer sich wundert, dass keine SQL Server Kenntnisse aufgelistet sind: SharePoint hat gar nicht gerne, wenn man auf eigene Faust in ihrer Datenbank rumfummelt. Man hat entsprechend eigentlich nie mit der SharePoint-Datenbank zu tun. Der SharePoint-Administrator muss dann aber - im Gegensatz zum Entwickler - sehr wohl die normalen Maintenance-Tasks auf den Datenbanken vornehmen.

Windows 2003 Service Pack 2 x64 tötet SharePoint

11. September 2007 • Kategorie: Generelles, In der Praxis • Kommentare: 0

OK, vielleicht nur halb. Frode Sørhøy beschreibt aber in seinem Blog ein mysteriöses Performance-Problem in SharePoint nach der Installation des Service Pack 2 für Windows 2003. Es lohnt sich, dies hier nochmal festzuhalten. Ich hoffe, jemand kann dadurch Zeit sparen:

Disable HTTP compression on the client side and the sharepoint farm had to be done to solve our “mysterious” error. Great thanx again to fellow bloggers and forum users. This time it was this article which saved our day(s).

Workflow mit drei Status

03. Juli 2007 • Kategorie: In der Praxis, Workflow • Kommentare: 3

Müsste es nicht Stati heissen? Egal.

Mit dem Workflow “Drei Status” können Elemente in einer Liste verfolgt werden, sagt die Beschreibung des Workflows. Sehr viel sagt diese Beschreibung nicht aus - wir schauen uns das näher an und notieren hier einfach die Erkenntnisse fortlaufend.

Wir haben eine kleine Testliste, die schon vorhanden war und versuchen darauf, diesen Workflow einzurichten.

Workflow hinzufügen

Im ersten Screen wähle ich “Drei Status” und gebe einen Namen ein. Weiter.

Workflow mit drei Status anpassen

Am Anfang muss ich hier ein Auswahlfeld auswählen. Kann ich aber nicht, weil in unserer Testliste keines vorhanden ist. Die Meldung dazu ist:

Für die Liste oder den Inhaltstyp ist mindestens ein Einzelwertauswahlfeld mit drei oder mehr Auswahlmöglichkeiten erforderlich.

Ich kann also auch nicht “OK” klicken, um den Workflow zu speichern. Also muss ich raus und erst mal ein Auswahlfeld in der Tabelle erstellen gehen. Gesagt, getan. Nach dem Erstellen eines solchen Auswahlfelds mit 3 Stati kann ich das Feld wählen und den “ursprünglichen Zustand”, den “zwischenzeitlichen Zustand” und den “Endzustand” angeben.

Im nächsten Abschnitt kann definiert werden, was passieren soll, wenn der Workflow initiiert wird. Ich kann Details zu der zu erstellenden Aufgaben angeben. Zudem auch Details zur E-Mail-Nachricht, die versandt werden soll.

Im letzen Abschnitt wird angegeben, was passieren soll, wenn der Workflow in den zwischenzeitlichen Zustand wechselt. Die Einstellmöglichkeiten (Aufgabe und E-Mail) sind identisch, wie oben beschrieben.

Komischerweise kann ich bei den EInstellungen für das E-Mail nur eine fixe E-Mail-Adresse angeben. Nicht wie bei der Aufgabe, wo man ein Personenfeld wählen kann für “Aufgabe zuweisen an:”.

Testen

Nach diesen Einstellungen ist die Konfiguration des Wrokflows schon fertig und wir können es testen. Ich erstelle also ein neues Listenelement mit “Status 1″ und starte darauf den Workflow. Der Workflowstatus ist jetzt auf “In Bearbeitung” und es wurde eine Aufgabe erstellt (”Workflow initiiert: [Elementname]“). Die Aufgabe enthält einfach die Default-Texte und einen Link zum Element - diese Angaben hätte ich bei der Konfiguration anpassen können. Gehe ich nun in die Eigenschaften des Listen-Elements (via Link in der Aufgabe) und ändere den Status in “Status 2″, so wird eine neue, praktisch identische Aufgabe “Prüfaufgabe [Elementname]” erstellt. Ändere ich nun den Status des Listen-Elements in den endgültigen “Status 3″, so wird der Workflow abgeschlossen. Die Aufgaben sind nun auch als “abgeschlossen” markiert.

Praxis

Jetzt müsste man nur noch etwas realistischere Szenarien ausdenken. Hat jemand schon solche “Drei Status” Workflows im Einsatz? Beispiele?

Migros Filialsuche

11. Juni 2007 • Kategorie: Funny, In der Praxis, WCM • Kommentare: 0

Die neue Migros-Website basiert auf Microsoft Office SharePoint Server 2007 Web Content Management - kürzer: MOSS 2007 WCM. Eigentlich ganz gelungen. Familiär sympatisch finde ich dann die Meldung “Falls die Eingabemasken auf dieser Seite nicht angezeigt werden, finden Sie diese auf der folgenden Seite.” auf der Filialsuche-Seite. Eingabemasken waren schon immer etwas eigensinnig.

Migros Filialsuche Sharepoint WCM

Stärken und Schwächen von MOSS 2007

30. Mai 2007 • Kategorie: Fachartikel, In der Praxis • Kommentare: 0

André Schmid, Solutions Manager bei Unic Internet Solutions - u.a. für Lösungen mit Microsoft Technologien auf MOSS 2007 schreibt in der Netzwoche über die Stärken und Schwächen von MOSS 2007. Drei Punkte schienen mir besonders interessant:

  1. „die Content Management Lösung ist nach wie vor nicht als Toplösung in diesem Segment anzusehen. Sowohl in der Usability wie auch im Deployment über verteilte Umgebungen und […] gibt es noch Lücken.“
  2. Integration mit Langzeit-Archiven: „Sharepoint erfüllt mit der Office-Anbindung die Anforderungen in idealer Weise, solange auf Inhalt zugegriffen werden muss. Soll der Inhalt archiviert werden, ist eine Integration in eine bestehende Lösung sinnvoll.“
  3. „Bei Sharepoint-Projekten handelt es sich nicht um technisch getriebene Projekte – die Erfahrung zeigt, dass bei erfolgreichen Umsetzungen zirka zwei Drittel des Aufwands in Analyse und Konzeption einfliessen.“

Eintragsgrenze Document Information Panel Lookup-Felder

21. Mai 2007 • Kategorie: Bugs, DIP, Dokumentbibliothek, In der Praxis • Kommentare: 0

In Office 2007 Clients wie Word 2007 tauchen, wie schon beschrieben, erst mal nur 100 Einträge in den Lookup-Pulldowns auf. Das lässt sich leicht beheben, auch wenn ich es weiterhin als SharePoint-Bug einstufe.

Das Problem liegt darin, dass in der “Alle Einträge”-Ansicht (oder allenfalls gilt nicht eher “Standardansicht”) der Zielliste des Lookup-Felds unter “Eintragsgrenze” der Wert 100 per Default angegeben ist. Im Normalfall bewirkt dies, dass pro Seite 100 Elemente angezeigt werden. Es ist auch “Elemente in Gruppen der angegebenen Grösse anzeigen” vorgewählt. Nur, in Word 2007 gibt es keine Blätterfunktion in dem Pulldown - es werden aber nicht mehr als 100 Einträge angezeigt. Abhilfe schafft hier ein simples Erhöhen der Eintragsgrenze von 100 auf 1000.

Eintragsgrenze DIP Word

Man kann aber nicht beides haben, also eine blätterbare Ansicht in SharePoint und alle Einträge in den Word 1007 DIPs. Mit mehreren Ansichten kann man das aber wohl auch halbwegs umgehen. “Halbwegs” weil die Standardansicht nicht blätterbar sein darf.

Website mit SharePoint 2007: Glu Mobile Games

16. Mai 2007 • Kategorie: In der Praxis, WCM • Kommentare: 0

GLU” finde ich noch eine gelungene Website. Die Website wurde mit MOSS 2007 realisiert (was ja eigentlich klar ist, sonst würde ich hier nicht für Mobile Games werben).

Glu Games

Das grosse “Sharepoint Service Pack”-Erwarten

11. Mai 2007 • Kategorie: Bugs, In der Praxis, Service Pack • Kommentare: 0

Stefan Dorner von Namics erklärt warum die Workflow-Infrastruktur der Office SharePoint Services nicht für erweiterte oder kritische Geschäftsprozesse geeignet ist. Im Artikel eine kleine Bestätigung:

Wie wir selbst leider feststellen mussten, liefern die SharePoint Task-Actions im Context eines Transaction-Scope zur Zeit eine COM-Exception, was hoffentlich in ServicePack 1 von MOSS behoben sein wird.

Gut, in diesem Warten nicht alleine da zu stehen.

DIP Limite in Office 2007 Clients

08. Mai 2007 • Kategorie: DIP, Herausforderungen, In der Praxis, Office • Kommentare: 1

Einfaches Szenario: man hat eine Dokumentbibliothek mit zusätzlichen Feldern, die man via Document Information Panel (DIP) in Word 2007 abfüllen lassen will. Eines der Felder ist ein Nachschlagen-Feld auf eine andere, in Sharepoint vorhandene Tabelle T. Dies geht soweit gut, bis die Tabelle T eine gewisse Anzahl Einträge enthält. Recht bald nämlich ist die Grenze erreicht.

In meinem Fall eine Kundenliste - ich will den Kunden zum jeweiligen Dokument ablegen. Nur: das Dropdown im DIP schaffts nicht mal bis zu den Kunden mit Anfangsbuchstaben “C”. Ich habe nirgends online etwas von dieser Limite gelesen.

Update: genau genommen ist das Pulldown auf 100 Einträge limitiert.

Sharepoint ist eine Entwicklungsplattform

25. April 2007 • Kategorie: In der Praxis, Workflow • Kommentare: 4

Eine Bemerkung, die wichtig wird sobald die Sales-Leute anfangen, SharePoint zu pushen. Es ist wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass SharePoint zwar einige schöne Dinge zeigt, sie aber als Demos anzusehen sind. Der wirkliche Einsatz benötigt einiges an Eigenbau - bitte nicht unterschätzen.

As many people start to know, I am a big fan of the ‘SharePoint as a developer platform’ message. So I am advocating in my trainings that in the real-world, the custom workflows you get with WSS and MOSS are not going to be good enough. Sales people should not sell the message that creating custom workflows for the real world is an easy task. It is not. WSS 3.0 is giving you a good platform to work with, but a lot of work will come from you.

Patrick Tisseghem